Fastpath und Interleaving

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Einf�hrung

Grob gesagt ist Latenz die Zeit zwischen der Anfrage deines Computers (Anfordern eines Downloads zum Beispiel) und der Reaktion der Gegenstelle darauf. Diese liegt normalerweise im zweistelligen Millisekundenbereich bei DSL, je nach Verfahren f�r die Fehlerkorrektur. Letztere bedeutet wie gut �bertragungsfehler ausgeglichen werden k�nnen, je besser desto h�her der Ping.

Da DSL im Hochfrequenzbereich arbeitet, k�nnen andere elektrische Leitungen wie Stromkabel oder benachbarte Telefonleitungen, auf denen auch DSL l�uft, St�rungen verursachen.

H�ufig k�nnen Verbindungsprobleme mit dem Umschalten auf eine andere �bertragungsart beseitigt werden.

Fehlerarten

Burst-Aussetzer

Bei so genannten Burst-Aussetzer fehlen nach der �bertragung viele Informationen in einem Block. Also zum Beispiel f�nf Bits in Folge.

Gekippte Bits

Gekippte Bits entstehen, wenn die St�rung so kurz ist, dass nur einzelne Bits beim Empfang fehlerhaft sind. Fehlerkorrekturverfahren k�nnen solche vereinzelt auftretende Fehler erkennen und durch redundant gesendete Information beheben.

Verfahren

Fastpath

Fastpath bringt nur Online-Spielern etwas, denn dort m�ssen sehr viele kleine Pakete mit Positionsdaten m�glichst schnell �bertragen werden. Auch andere zeitkritische Anwendungen k�nnen von Fastpath profitieren, Telefonie �bers Internet funktioniert aber hervorragend auch mit Interleave. Es erh�ht nicht die Downloadgeschwindigkeit:

Annahme: Ping von 30 ms mit Fastpath und "nur" 70 ms mit Interleave.

Der Download einer Datei mit Interleave startet nach 70ms Sekunden, der eines DSL mit Fastpath jedoch nach 30ms. Beide k�nnen mit der maximalen Geschwindigkeit empfangen. Bei reinen Dateitransfers ist es unwichtig, ob die Datei nach 100,030 Sekunden, oder nach 100,070 Sekunden vom Webserver runtergeladen ist.

Interleave

Im DSL-Bereich begegnet man eher Burst-Aussetzer, seltener ein gekipptes Bit. (siehe oben)

Mit der bei DSL eingesetzten Fehlerkorrektur k�nnen einzelne Bitfehler korrigiert werden. Da aber nicht einzelne Bits fehlen, sondern mehrere Bits hintereinander, werden die Bits hintereinanderverschachtelt (interleave). Dadurch fehlt jetzt nicht mehr mehrere, sondern nur noch einzelne Bits, die man sofort korrigieren kann.

Mit Fastpath wird dieses Interleaving nicht gemacht, so dass man dann den gesamten Block nicht rekonstruieren kann

Original/Fastpath  : aaaabbbbccccddddeeeeffffgggg 
Burstfehler mit FP :     bbbbccccddddeeeeffffgggg 
Interleaved        : abcdefgabcdefgabcdefgabcdefg 
Burstfehler mit IL :     efgabcdefgabcdefgabcdefg 

Jetzt fehlt zwar von a b c und d ein Bit, aber das kann korrigiert werden, weil jeweils nur ein Bit und nicht die ganze Sequenz aaaa wie bei Fastpath verloren ist.

Interleaved        : abcdefgabcdefgabcdefgabcdefg
                     ^      ^      ^      ^

Bis aaaa komplett dekodiert werden kann, muss man nat�rlich bis zum letzten marktierten "a" warten, weil die Information vorher ja noch nicht komplett �bertragen wurde. Dadurch erkl�ren sich die Laufzeitunterschiede, also der unterschiedliche Ping.

Fastpath und Interleaved bei Uni-DSL

Im ersten Jahr wurden Uni-DSL-Anschl�sse grunds�tzlich mit Fastpath geschaltet. Auf Grund h�ufiger [[M�gliche Ursachen f�r DSL-Probleme|Probleme]] werden neue Leitungen aber im Interleave-Modus betrieben. Verliert man h�ufig die DSL Verbindung, kann man mit einer formlosen Email an technik@aachen.uni-dsl.de (unter der Angabe seiner Uni-DSL-Kundennummer) seine Leitung auf Interleave schalten lassen.

Wie fehlerbehaftet eine DSL-Leitung wirklich ist, kann man schwer erkennen. Jede DSL-Leitung ist auch anders, weil �berall Fehlerm�glichkeiten lauern und diese sich h�ufig �ndern. Es gab F�lle, da lief die DSL Leitung in einer Fu�leiste parallel zu einem Stromkabel, wodurch die DSL-Leitung gest�rt wurde.

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